Die gebräuchlichsten Hakenarten

Für den Angelerfolg ist der Haken von ausschlaggebender Bedeutung. Alle Bemühungen sind umsonst, wenn der Haken beim Auswerfen nicht den Köder hält und beim Anschlag nicht in das Fischmaul eindringt oder den Fisch nicht so lange hält, bis er an Land gezogen ist. Diese Grundforderungen sind nicht so leicht zu erfüllen, man sieht dies darin, dass der größte Hakenhersteller über 65000 verschiedene Hakenmodelle im Angebot hat. In der Praxis kommt man mit wenigen Ausführungen aus…

Die gebräuchlichsten Hakenarten:

 

Bei den Einfachhaken unterscheidet man nach Haken mit Platte – am meisten verbreitet, mit geradem, abwärts oder aufwärts gebogenem Öhr und mit Spitzschenkel. Die letztgenannten Haken werden allerdings kaum noch benutzt. Bei den Doppelhaken und Drillingen wird vornehmlich nach geschlossenem und offenem Schenkel unterschieden. Von besonderer Bedeutung ist die Größenskala.

 

Diese Abbildung zeigt die gebräuchlichsten Größen nach der seit mehreren hundert Jahren im Gebrauch befindlichen Redditch-Skala im Maßstab 1:1. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann von Penell die sogenannte \”neue Skala\” geschaffen, und nachdem noch die \”Model Perfect Scala\” hinzukam, war die Verwirrung komplett. Man ist jetzt wieder zur alten Skala zurückgekehrt. Dennoch muss man über die verschiedenen Skalen Bescheid wissen, weil in den Fachschriften immer wieder die einschlägigen Angaben aufkreuzen.

 

Welche Hakenform gewählt wird, ist meistens Ansichtssache. Sehr gut ist der Rundbogenhaken, weil auf ihm der Köder beim Auswerfen am besten hält. Der Jamison-Haken hat keinen Widerhaken und wird in der Hauptsache in Salmonidengewässern verwendet. Der Keel-Haken wird für das Binden von Fliegen verwendet, der über Kraut oder am Gewässerboden angeboten werden soll.

 

Ein wichtiges Konstruktionsmerkmal des Hakens ist das Verhältnis von Bogenweite zur Schenkellänge. Von Bedeutung ist, dass die beim Anschlag von der Rutenspitze ausgehende Kraft nicht geradlinig entlang des Schenkels, sondern auf die Hakenspritze wirkt. Dabei ist der Kraftabfall um so größer, je kürzer der Schenkel und je größer der schädliche Winkel ist. Bei Haken mit längerem Schenkel kommt die Kraft besser durch, und der Haken dringt besser in das Fischmaul ein. Man sollte also den Langschenkelhaken in der Regel einem kurzschenkeligen vorziehen.

Beim Kauf von Haken ist weiter noch drauf zu achten, dass Stärke und Größe von Köderart und erwarteter Fischgröße abhängig sind. Für Maden benötigt man feindrahtige, für Köderfische starkdrahtige Haken. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Härtegrad. Von der richtigen Härtung hängt ab, ob der Haken sich aufbiegt oder abbricht. Zur Prüfung nehme man den Hakenbogen quer zwischen Daumen und Zeigefinger und übt auf die Spitze mit dem Daumennagel Druck aus. Hat man das Gefühl, dass der Haken federt und geht er beim Nachlassen des Drucks wieder in die Ausgangsstellung zurück, ist er gut; verbiegt er sich, ist er zu stark gehärtet.

Nach der Größe des Köders richtet sich die Hakengröße und nicht umgekehrt.

Da die gelieferten Haken meistens nicht die Schärfe haben die man braucht, ist es notwendig, sich einen Hakenschleifstein zu besorgen, um den Haken so zu schärfen wie man ihn braucht.

 

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