Schnurtest: erschütterndes Resultat
Von:
Bernd, am
01.03.2006
|
Die meisten Angelschnüre versprechen mehr als sie halten: Das ist das Ergebnis eines vertraulichen Tests der Vereinigung des europäischen Angelgerätehandels.
|
Nachdem es immer wieder zu Klagen von Mitbewerbern darüber kam, dass auf der Verkaufsspule angegebene Tragkraftwerte weit übertrieben seien, befürchtete die EFTTA (\"European Fishing Tackle Trade Association\") eine ähnliche Entwicklung wie in Frankreich. Dort waren Verbraucherschutzverbände mit Bußgeldern gegen Hersteller und Importeure vorgegangen, deren Angelschnüre den angegebenen Werten nicht gerecht wurden. Deshalb bemüht sich die EFTTA seit einiger Zeit auf Anregung deutscher Hersteller, eine \"freiwillige Selbstkontrolle\" einzurichten. Ein erster Schritt dahin war die Überprüfung von 58 gängigen Monofilschnüren auf die angegebene Tragkraft. Das Ergebnis liegt jetzt vor - und ist schlichtweg erschütternd. 90 Prozent der getesteten Schnüre lagen mehr oder weniger deutlich unter der angegebenen Tragkraft. Nur vier Schnüre hielten bei allen zehn Vergleichstests, was ihre Spulen versprachen. 21 Schnüre lagen mehr als 30 Prozent unter den angegebenen Werten, drei Schnüre sogar über 50 Prozent darunter.
Die EFTTA will jetzt erst einmal die betroffenen Hersteller und Großhändler über das Ergebnis der Untersuchung informieren, ehe weitere Schritte in Richtung auf ein Gütesiegel unternommen werden.
Zurück zur News-Liste Aufrufe: 1560 |
