Bootsangeln

Von: Bernd, am 01.03.2006


Meeresangeln Mit dem Angeln vom Boot aus hat man die besten Fangaussichten, besonders größere Exemplare von Dorschen werden hier mehr gefangen als beim Brandungsangeln. Und die Chancen, Hornhechte und Makrelen zu angeln sind hier größer...


Besonders interessant ist das Haiangeln, dass von Helgoland aus veranstaltet wird. Es können Haie von 2 m Länge und bis zu 50 kg gefangen werden. Die entsprechende Ausrüstung stellen die Bootseigner leihweise zur Verfügung, die die Angelfahrten durchführen.

Die Bootsrute hat ein Spitzenteil von ca. 1,80 m. Abhängig von den Tiefen in denen man angeln will, empfiehlt sich eine Rute die ein Wurfgewicht von 500 oder 750 g bewältigt. Lieber ein Gerät etwas stärker als zu schwach auslegen.

Zum Pilken werden meist zweiteilige Ruten von etwa 2 m Länge benötigt, die ein Wurfgewicht von ca. 100 g vertragen.

Beim Bootsangeln sind sowohl Stationärrollen wie auch Multirollen gebräuchlich. Die Vorteile der Multirolle sind das Angeln in größeren Tiefen, von schweren Fischen bei Bleigewichten über 100 g sowie bei bewegter See.

Die Schnurstärke richtet sich nach der Größe des Fisches den man angeln will. 10 kg Tragkraft sollte die Schnur mindestens haben. Neben monofilen Kunststoffschnüren kommen auch geflochtene Drahtvorfächer zur Verwendung.
Die angewendeten Angelmethoden sind ähnlich die des Brandungsangelns, das Angeln mit dem Bodenblei ist am meisten verbreitet. Die Montage siehe Abbildung:

Die Wahl des Bleis ist hinsichtlich der Form und des Gewichts sehr wichtig. Die Wahl richtet sich nach der Angeltiefe, dem Zustand der See (bewegt oder ruhig) und der Bodenbeschaffenheit. Die nachstehende Abbildung veranschaulicht, wie die durch Ebbe und Flut verursachte Strömung beim Angeln vom verankerten Boot wirkt. Man muss also verschiedene Bleie mit im Boot haben, um den Köder am Boden zu halten. Konische und pyramidenförmige Senker, Birnenbleie und Sargbleie sind am gebräuchlichsten.

Auf die Hauptschnur wird ein Einhänge- oder Karabinerwirbel aufgezogen, in den das Blei eingehängt wird. An das Ende der Hauptschnur kommt ein einfacher Wirbel, der das Blei stoppt. Das Vorfach am Haken sollte etwas schwächer als die Hauptschnur und etwa 50 cm lang sein.
Statt des einfachen Wirbels am Ende der Hauptschnur kann es von Vorteil sein, einen Einhängewirbel zu verwenden, weil das Vorfach beim Fang eines schwereren Fisches einfach ausgehängt werden kann. Man umgeht dann das nicht ganz ungefährliche Lösen des Hakens aus einem mit scharfen Zähnen besetzten Fischmaul.


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